Niederrodenbach

 
 

Kirchen und Pfarrheime

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Informationen zur Sanierung St. Peter und Paul

Wie geht es weiter mit der Renovierung und den Umgestaltungen rund um die Pfarrkirche?


„Es tut sich schon lange nichts, es geht einfach nicht weiter“, könnte man schnell meinen. Aber alles hat bekanntlich seine Hintergründe, die wir zufriedenstellend beantworten und plausibel machen wollen:

Der Bauantrag für das Mehrzweckgebäude konnte leider nur mit Verzögerungen auf den Weg gebracht und entschieden werden, weil der genaue Standort des Gebäudes in Abstimmung mit den Nachbarn noch einmal verändert wurde. Außerdem empfahl das Bistum uns, vor Erstellung des neuen Nebengebäudes aus Sicherheitsgründen Bodenproben zu veranlassen, die auch durchgeführt worden sind. Das Ergebnis dieser Baugrund-Untersuchungen liegt nun vor und hat zur Folge, dass für das Mehrzweckgebäude (Heizungsraum für die Kirche, Behindertentoilette, Abstellraum) aufgrund der vorhandenen Bodenbeschaffenheit eine besondere Bodenplatte notwendig ist. Es steht eine Entscheidung an hinsichtlich der Errichtung eines Streifenfundamentes (ca. 77 cm Tiefenstärke) oder einer WU-Betonplatte (wasserundurchlässig), begleitend dazu mit einer eigenen Ringdrainage um das Gebäude, damit das Oberflächenwasser des Geländes rund um die Kirche vom Mauerwerk der Kirche ferngehalten wird. Dabei muss möglicherweise auch mit Mehrkosten gerechnet werden.

Diese anstehenden Arbeiten des 2. Bauabschnittes dürfen ausschließlich in frostfreien Zeiten durchgeführt werden, so dass sie erst für das Frühjahr 2019 erwartet werden können. Sinnhaftigkeit und Vernunft dürfen bloßem Aktionismus nicht weichen! Verständnis und Geduld sind hier gefragt.

Begleitend zum 2. Bauabschnitt werden aber die Planungen für den 3. Bauabschnitt, die Innenrenovierung, jetzt konkret: Die Gewerke für Gerüst-, Maler- und Elektroarbeiten werden ab sofort ausgeschrieben. Mitte Januar 2019 wird es dazu entsprechende Ortbesichtigungen mit den Architekten Krieg+Warth und dem Künstler Kammerer geben.


Und dann geht es auch ganz sichtbar los:

Ab 4. März 2019 wird unsere Kirche ausgeräumt – Bänke, Skulpturen und Inventar werden ausgelagert, Hochaltar, Orgel und Kanzel bekommen einen schützenden Verschlag, sie werden „eingehaust“, der Boden wird komplett abgedeckt, ein Gerüst wird gestellt.

In der ausgeräumten Kirche werden dann die Wände gefräst, komplett neue Elektroleitungen verlegt und anschließend alles neu verputzt und gestrichen. Wenn man weiß, dass teilweise bis zu 3 cm Putz aufgetragen werden müssen und dieser pro Tag 1 mm abtrocknet, erklärt sich die Bearbeitungszeit von 4-5 Monaten für all diese Arbeiten. Ab Herbst 2019 kann dann mit der Innenausmalung durch den Kirchenmaler Kammerer begonnen werden, der ca. 3 Monate für seine Arbeiten veranschlagt. Im Anschluss wird die Beleuchtung installiert, die Skulpturen und Bänke überarbeitet und die Kirche nach und nach wieder „eingeräumt“. Das Architektenbüro hat zugesagt, dass unsere Kirche spätestens ab Mitte 2020 wieder für Gottesdienste nutzbar sein wird. Bis dahin werden wir diese im Saal des Pfarrheims St. Peter und Paul feiern. Wir bitten dafür alle um Verständnis – auch für die damit eingeschränkte Nutzung des Pfarrheims als Veranstaltungsort.


Vorläufiger Überblick über die Kostensituation und das Spendenaufkommen

Auch über die derzeitige Kostenkalkulation sowie Spendensituation wollen wir unsere Pfarrfamilie kurz informieren, die vorläufigen Zahlen sind auch auf der Internetseite der Pfarrgemeinde jederzeit einsehbar.

Im Gesamtvolumen sind vorläufig folgende Zahlen vorgesehen:

Gesamtkosten aller drei Bauabschnitte nach derzeitiger Planung rd. 1.1 Mio Euro, davon als Eigenanteil für unsere Pfarrgemeinde ca. 320.000,- Euro.

Der größte Teil dieser Baukosten (über 800.000,- Euro) werden also vom Bistum Fulda und dem Land Hessen übernommen, wofür wir sehr dankbar sind.

Unserem Eigenanteil steht bis heute ein konkretes Spendenaufkommen in Höhe von 83.949,34 Euro gegenüber, dafür an dieser Stelle allen Spendern ein herzliches „Vergelt‘s Gott!“. Wir hoffen auch weiter auf Ihre geschätzte Groß-zügigkeit und Spendenbereitschaft, um unseren Eigenanteil in überschau-barer Zeit bewältigen zu können.

Gerne erinnern wir daher an die Möglichkeit von Anlass-Spenden (z.B. aus Anlass von Jubiläen, Geburtstagen, Familienfeiern, usw.), die unsere Pfarrkirche in den Fokus nehmen und unterstützen. Können Sie sich vielleicht auch vorstellen, z.B. eine „Patenschaft“ für eine mögliche Statue/Figur zu übernehmen? Das könnte eine gute Gelegenheit sein, sich konkret mit unserer Heimatkirche als Ort der Gottesbegegnung zu identifizieren.

Am Ende werden wir alle wieder froh und zufrieden auf unsere schmucke Pfarrkirche blicken und sie als „Heimat Kirche“ empfinden können, wenn sie zukunftsfähig umgestaltet worden ist und barrierefrei begangen werden kann für alle Menschen guten Willens.

Mit Gottes Segen wird uns das ganz sicher gelingen!

Für den Verwaltungsrat: Pater James und Helmut Krimmel

Innenrenovierung und Künstlerwettbewerb

Nach einigen Akzeptanzumfragen in der Pfarrgemeinde und deren klaren Tendenzen haben sich die Gremien unserer Pfarrgemeinde für den Künstler Tobias Kammerer entschieden. Er hat die Gremien „Verwaltungsrat“ und „Pfarrgemeinderat“ bereits von seinen Arbeiten überzeugt. Er stellt sich auch noch einmal der gesamten Pfarrgemeinde zur Verfügung und möchte deren Fragen und Vorbehalte beantworten.


Dazu ergeht herzliche Einladung zu einer Präsentation am Patronatsfest am Samstag, den 30. Juni um 19 Uhr in der Kirche im Rahmen des Gesamtprogramms. Herr Kammerer wird sich als Künstler intensiv mit der Bemalung befassen, die Pfarrgemeinde um entsprechendes Vertrauen bitten und unsere Pfarrkirche zukunftsfähig gestalten. Viele Referenzen an anderen Orten kann der Künstler bereits vorweisen, so dass wir ihm vertrauen können und sollten. Und am Ende werden wir aller Voraussicht nach auch zufrieden und froh sein, dass auch künftige Generationen in diesem Gotteshaus Zugang zu unserem Schöpfer finden können.


Das alles geht natürlich nicht ohne die Solidarität und Unterstützung der gesamten Pfarrgemeinde, wir werden auch weiterhin auf Ihre großzügigen Spenden angewiesen sein. Für die bereits erbrachten und auch in Aussicht gestellten Zuwendungen sind wir froh und dankbar. Dafür an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt‘s Gott!“ Gerne können Sie sich auch eine finanzielle Übernahme von einzelnen Arbeiten überlegen, z.B. ein konkretes Projekt, die Bemalung einer Figur o.a. aussuchen, die zweckgebunden verwendet und eingesetzt werden. Unsere Pfarrkirche alsbald in neuem Glanz erscheinen zu lassen, wird sich ganz sicher lohnen! Vielen Menschen liegt dieses Gotteshaus besonders am Herzen, sie lieben diese Pfarrkirche sehr. Uns ist es Verpflichtung und Ansporn zugleich, dieses Projekt fortzuführen und zu einem guten Ende zu bringen. Auch unsere Glaubenserfahrungen sollten wir an andere weitergeben und an Jesu Wort denken: „Wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden?“ (Lk 18,8)


Pater James, Helmut Krimmel, Michael Derse


Entscheidung im Künstlerwettbewerb

Wie bereits mehrfach informiert, hatten 3 Künstler, die uns vom Bistum genannt wurden, in Form eines Wettbewerbs ihre Vorschläge für die Ausgestaltung der Kirche vorgestellt. Seit Anfang des Jahres haben wir allen Gemeindemitgliedern bei verschiedenen Anlässen die Gelegenheit zur Beurteilung und Bewertung dieser Vorschläge gegeben.

Das Ergebnis dieser Umfrage liegt jetzt vor und wir freuen uns, dass wir ein sehr eindeutiges Ergebnis haben. Gewonnen hat der Vorschlag 4 von Herrn Tobias Kammerer mit den auslaufend gestalteten Farbflächen hinter den Figuren.Bemerkenswert ist insbesondere, dass die Umfragebögen aller Veranstaltungen in beiden Ortsteilen zum gleichen Ergebnis geführt haben – Sie können die genaue Auswertung weiter unten einsehen.


In einer gemeinsamen Sitzung des Verwaltungsrats und des Pfarrgemeinderats am 5. Februar haben die gewählten Gremien auf dieser Basis ebenfalls diesen Vorschlag für die Einreichung beim Kunstausschuss favorisiert – eventuell mit kleineren Veränderungen, z. B. bei der Höhe des gemalten Mauerwerks hinter dem Hochaltar – Herr Kammerer hat bei seiner Präsentation diesbezüglich Flexibilität signalisiert.

Das weitere Procedere ist jetzt folgendermaßen:

Der Entwurf wurde beim Kunstausschuss des Bistums eingereicht, der zunächst seine Zustimmung zur Verwirklichung geben muss. Im Anschluss kann ein Kostenplan dafür erstellt werden. Erst wenn die Bautechnische Genehmigung mit den zu erwartenden Kosten vorliegt, werden wir als Gemeinde entscheiden, ob wir diesen Vorschlag umsetzen oder die jetzige Ausmalung bzw. eine dieser sehr ähnliche vornehmen lassen.

 

Das ist einerseits sicherlich eine Kostenfrage, andererseits dürfen wir aber auch nicht außer Acht lassen, dass wir eine Entscheidung für die Zukunft treffen, bei der die Frage wichtig ist: „Wie können die Menschen in den kommenden Jahren in unserer Pfarrkirche am besten Zugang zu Gott bekommen?“

Bei den Diskussionen um die geeignete Innengestaltung unserer Pfarrkirche sollte uns immer auch bewusst sein, dass es sich hier um eine Kirche handelt. Der emeritierte Mainzer Kardinal Karl Lehmann sagte 2009 zur 1000 Jahr-Feier des Mainzer Doms folgenden Satz: „Gott braucht kein Haus, aber wir Menschen brauchen ein Haus Gottes in der Welt.“

 

Unsere Kirche ist ein Ort, an dem wir die Gegenwart Gottes erspüren und erleben können: in den gewandelten Gestalten von Brot und Wein, dem Wort der heiligen Schrift und in unserer Versammlung als Christen, die davon überzeugt sein dürfen, dass Jesu Geist   in unserer Gemeinschaft gegenwärtig ist. Wir versuchen, die Unbegreiflichkeit Gottes in Symbolen und Zeichen auszudrücken – Zeichen, die immer auch zeitbedingt sind und die wir zuweilen neu interpretieren und gestalten können und müssen.

Der Künstler Tobias Kammerer stellt seine Vorschläge zur Innengestaltung dieser Kirche in diesen Zusammenhang. Seine Formen und Farben symbolisieren zentrale Inhalte unseres Glaubens: die Gegenwart Gottes, die Auferstehung und Vollendung in Christus und die Aussendung des Heiligen Geistes.

So soll beispielsweise die züngelnde Flamme im Hintergrund des Hochaltars von St. Peter und Paul darauf hinweisen, dass wir selbst es sind, die in unserem Handeln und Tun Gottes lebendige Gegenwart bezeugen sollen. So fragt der Apostel Paulus im ersten Korintherbrief: „Wisst ihr nicht, dass IHR Gottes Tempel seid?“

Es wäre schön, wenn sich diese Bestimmung auch in den kommenden Diskussionen um die Innenausgestaltung unserer Kirche zeigt: in unserem Bemühen, die unterschiedlichen Meinungen und Vorschläge ernst zu nehmen, zu respektieren und eine Ausgestaltungsform zu finden, die ausdrückt, was die eigentliche Bestimmung eines Gotteshauses ist, nämlich die Größe Gottes zu rühmen.


Angedacht ist zur endgültigen Entscheidungsfindung eine Pfarrversammlung, zu der auch der Künstler Kammerer eingeladen wird und alle Gemeindemitglieder wieder Gelegenheit zur Meinungsäußerung haben werden.


Gemeinsam werden wir zu einer guten Entscheidung kommen.

Pater James, Helmut Krimmel und Michael Derse