Patronatsfest und Kirchweihtag
Im September feiern wir das Patronatsfest unserer
Kirche in Niederrodenbach, denn im September 1987 wurde unsere Kirche auf den
Namen St. Michael geweiht.
Die heutige Kirche ist
schon die dritte Michaels-Kirche in Rodenbach: Die erste stand an der Stelle
der heutigen evangelischen Kirche und hat noch einige Mauerreste im Boden
hinterlassen. Die zweite stand in der Riedstraße und war nach 25 Jahren leider
baufällig. Die dritte hält zum Glück schon etwas länger, so dass wir in ihr
auch in diesem Jahr Kirchweih und Patronatsfest feiern können.
Wir feiern unseren Kirchenpatron
und den Geburtstag unserer Kirche mit einem
Festgottesdienst am Sonntag, 28. September um 11 Uhr
in unserer Kirche
mit musikalischer Mitwirkung des Projektchors
Und anschließend laden wir zum traditionellen
Michaelsfest ein.
Wie gewohnt sorgen wir für eine schöne Atmosphäre und
servieren Leckeres aus der Herbstküche. In diesem Jahr bieten wir neben einer hausgemachten Kürbiscremesuppe verschiedene Spezialitäten aus
Schlesien an - einem Gebiet, in dem viele Gemeindemitglieder ihre
Wurzeln haben, ohne die es unsere Gemeinde und Kirche vielleicht gar nicht
gäbe.
Denn erst durch den Zuzug sehr vieler
Heimatvertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bau der zweiten
Michaelskirche nötig: Vor dem Krieg gab es in Niederrodenbach nach der
Reformation nämlich gerade mal wieder 130 Katholiken, weswegen noch im Jahr
1937 die kleine Wolfgangskapelle in der Riedstraße gebaut wurde. Erst durch den
Zuzug vieler kath. Heimatvertriebenen wuchs die Gemeinde dann so schnell und so
sehr, dass wir 25 Jahre später im Jahr 1961 eine neue Kirche, auch in der
Riedstraße, bauen mussten oder konnten ☺ .
Und als diese baufällig geworden war, entstand – wieder
nach 25 Jahren - der neue Pfarrkomplex mit Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus
mitten im Ort, in dem sich so schön gemeinsam feiern lässt. Wir freuen uns
darauf!
Für den Festausschuss und alle schlesischen Köche,
Iris Derse
Bedeutung des Michaelisfestes
Der Erzengel Michael gilt als der Fürst der Engel. Er
ist einer der Erzengel, die sich von den anderen Engeln dadurch unterscheiden,
dass sie Namen haben. Neben Michael gehören Rafael und Gabriel dazu. Bereits im
Judentum ist eine starke Verehrung der Engel überliefert, welche die Christen
übernommen haben. Die Verehrung des Erzengels Michael ist im Osten seit dem
4.Jh. bezeugt. Ein Fest zu Ehren der Schutzengel kennt die Kirche bereits seit
dem 5.Jh. Innerhalb der kirchlichen Tradition hat sich der 29. September als
Festtag des heiligen Erzengels Michael durchgesetzt – bis zum Zweiten
Vatikanischen Konzil (1962-1965). Durch die nachfolgende Liturgiereform wurden
die Festtage der beiden übrigen Erzengel 1969 auch auf den Michaelstag gelegt.
Am 2. Oktober feiert die Kirche die heiligen Schutzengel. Diese beiden
Engelfeste bilden die Ausnahme im Kalender der Kirche, weil sie die einzigen
Feste sind, die nicht mit einem Heiligen, der Gottesmutter Maria oder Jesus
Christus verbunden sind.
Michael ist auch bekannt als der Seelenwäger, der die
Seelen der Verstorbenen in die Waagschale legt, um alles Gute im Leben eines
Menschen zu finden und zu wiegen, um es im Jüngsten Gericht vor Gott zu
bringen. Sein Name bedeutet „ Wer ist wie Gott? “.
Diese Frage richtet sich gegen die bösen Kräfte in der Welt. Und die Antwort
lautet: „ Niemand ist wie Gott! “ – Auch die
böseste Macht ist dem guten Gott unterlegen. Dies belegt eine Vision des
Johannes im letzten Buch der Bibel (Offb 12,1–12): Am Ende der Welt wird alles
Böse durch das Gute besiegt. Dargestellt wird diese Tatsache als Kampf zwischen
dem Engel Michael und einem Drachen.
Michael richtet uns also folgende Botschaft von Gott
aus: Unser guter Gott ist mächtiger als alles Böse auf der Welt. Verzweifle
daher nicht, wenn du die Zeitung aufschlägst oder die Nachrichten einschaltest
und auch dieses Mal hauptsächlich von Kriegen und Krisen, Katastrophen und Not
hörst. Vertrau darauf, dass das Gute in der Welt siegen wird, und setz dich mit
all deiner Kraft und deinen Talenten für das Gute und gegen das Böse ein. Sei
dir dabei sicher: Keine deiner guten Taten ist umsonst. Denn Gott steht mit dir
im Bund, segnet dich und sorgt dafür, dass deine gute Tat etwas bewirkt für
eine bessere Welt.