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Kirchen und Pfarrheime

Gedanken des Monats

 

Liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrbriefs,


„Komm gut an!“ sagen wir manchmal, wenn sich jemand auf eine Reise begibt. „Komm gut an!“ könnten wir auch am Beginn des Advent wünschen – denn Advent heißt ja übersetzt „Ankunft“.

Der Advent ist so etwas wie ein Weg auf ein Ziel hin. Ein Weg auf Weihnachten zu. Ein Weg, der uns einstimmen will auf das Ereignis, das wir am Weihnachtsfest feiern: die Geburt Jesu oder wie wir manchmal in religi öser Ausdrucksweise sagen, die Menschwerdung Gottes. Im Kind und Menschen Jesus, in seinem heilenden Wirken und seinen aufrichtenden Worten kam dieser Gott in unsere Welt und begegnet uns von Angesicht zu Angesicht. Er will mit uns das Leben teilen, uns nahe sein.

Vor dem Ankommen aber liegt immer der Weg - die Zeit, die es braucht, sich kennen­zulernen und sich n äher zu kommen.

Jeder Advent will so eine Zeit sein – eine Zeit, Gott wieder näher zu kommen, ihn wieder neu zu entdecken in den Geschichten über ihn, die wir in der Bibel finden und in den Erfahrungen, die wir selbst und andere mit ihm gemacht haben. Vielleicht schenkt der Advent besonders in diesem Jahr Ruhe und Besinnung – viel­ leicht können wir versuchen, das Fehlen von Adventsfeiern in den Firmen, Schulen und Vereinen, das Fehlen der Weihnachtsmärkte irgendwie auch positiv zu sehen, indem wir mehr Ruhe haben, auch einmal still werden und anhalten in unserem Alltag.

Der Advent als „stille Zeit" – vielleicht schenkt uns dieses besondere Jahr die Mög­ lichkeit dazu.

F ür Menschen, die sich als Gemeinschaft seinem Geist verpflichtet fühlen, ist Gottes Botschaft aber auch eine ständige Aufforderung, diese Hoffnung schenkende Bot­ schaft weiterzusagen und vor allem weiterzugeben. Das ist gerade in diesem Jahr besonders wichtig, denn „still“ soll nicht einsam bedeuten. Suchen wir also nach Wegen, wie wir das auch in diesem Advent tun können: das Leben anderer heller machen - mit einem Anruf, einem Klingeln an der Haus­ tür, einem kurzen Gespräch über den Gartenzaun, mit Karten und Briefen und dem Gebet füreinander – lassen Sie uns kreativ sein.

In diesem Sinne w ünschen wir uns allen eine „gute Reise“ durch den Advent.

„Kommen Sie gut an“!


Das wünscht das Pfarrbrief-Redaktions-Team.