Oberrodenbach

 

Niederrodenbach

 
 

Kirchen und Pfarrheime

Gedanken des Monats

 
 

Liebe Gemeindemitglieder, ich grüße Sie alle herzlich und hoffe, es geht Ihnen gut.

Uns alle beschäftigt in diesen Tagen eigentlich nur ein Thema: das Corona-Virus. Und auch wir müssen in unserer Pfarrgemeinde deswegen alle Gottesdienste, öffentliche Veranstaltungen, Gremien- und Gruppentreffen vorerst ausfallen lassen.

Ich weiß, dass insbesondere die Entscheidung über die Gottesdienste bei vielen Menschen auf Enttäuschung und teilweise auch auf Verständnislosigkeit stößt.

Es wirkt, als würden wir die Menschen im Stich lassen in einer Zeit, in der viele mit ihren Sorgen und Ängsten die Kirche besonders brauchen.

Auch mich lassen diese Gedanken nicht los und die Situation gibt mir kein gutes Gefühl. Ich habe es noch nie erlebt, dass alle Gottesdienste über einen so langen Zeitraum abgesagt werden mussten und wir auch auf die Eucharistie, das Zentrum unseres Glaubens, verzichten müssen.

 

Die Entscheidung ist aber nach vielen Beratungen gefallen und gilt für das ganze Bistum Fulda und für viele andere Bistümer auch. Sie ist kein Mangel an Glauben oder Gottvertrauen, sondern eine Vernunftentscheidung, da bei allen größeren Zusammenkünften vor allem ältere Mitmenschen einem besonderen Risiko ausgesetzt sind. Wir haben die Verantwortung, sie zu schützen!

Außerdem möchten wir auch die Maßnahmen der Behörden unterstützen, das Voranschreiten der Pandemie zu verlangsamen und so dringend notwendige Entlastung für die medizinische Versorgung in unserem Land zu ermöglichen.

 

Diese Entscheidung bedeutet aber keine Unterbrechung des Gebetslebens in unserer Pfarrei. Ich bete täglich für Sie alle. Und ich bitte auch Sie, füreinander und für alle zu beten, die Angst haben, bereits erkrankt sind oder Erkrankten helfen.

Welches Wort kann uns als Christen in diesen Tagen Orientierung geben?

Mir fällt dazu ein Wort des Propheten Jeremia ein:

„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie!" (Jeremia 29,7).

 

Als Glaubende können wir in diesen Tagen einen besonderen Dienst übernehmen: Wir Christen sind jetzt besonders aufgerufen, zu beten: für erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, für Pflegekräfte und Ärzte, deren Kraft Grenzen hat, für alle, die sich sorgen. Beides gehört zusammen: gut überlegte Maßnahmen als Reaktion auf die aktuelle Situation und das Gebet: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie.“

Das Gebet schenkt uns auch die Kraft, positiv zu bleiben und die vor uns liegende Zeit positiv zu gestalten: durch Fürsorge, durch ein anteilnehmendes Miteinander und aufbauende Worte füreinander am Telefon. Ich denke, diese Zeit wird auch eine Zeit der Prüfung für unser Miteinander sein und kann vielleicht sogar eine positive Wirkung für uns alle haben.

 

Unsere Kapelle in St. Michael bleibt wie immer für das persönliche Gebet geöffnet.

 

Außerdem möchte ich Sie auf die vielen Möglichkeiten hinweisen, über Fernsehen, Radio und Internet an Übertragungen einer Heiligen Messe teilzunehmen. Zum Beispiel ist die Mitfeier eines Gottesdienstes in der Michaelskirche in Fulda jeden Abend um 18.30 Uhr möglich.  Um 20.30 Uhr bietet das Bistum außerdem täglich einen Abendimpuls an. Beides und weitere Angebote finden Sie unter www.bistum-fulda.de.

 

Unser Pfarrbüro bleibt zu den bekannten Zeiten über Telefon und Mail für Sie erreichbar.

 

Ich denke, Sie haben alle Verständnis für die gegenwärtig schwierige Situation und vertraue darauf, dass wir im Gebet uns gegenseitig stärken in der Hoffnung, dass unser lebendiges Gemeindeleben bald wieder fortgesetzt werden kann.

 

„Bleib‘ gesund“,  ist der moderne Gruß in diesen Tagen. Das wünsche ich Ihnen und natürlich auch mir.

Und ich füge hinzu: „Bleiben Sie behütet“, denn egal, ob wir erkranken oder gesund bleiben, ob wir in Quarantäne müssen oder weiterhin halbwegs normal leben, ist es vor allem wichtig, von Gott behütet zu bleiben. Von Gott behütet, der Leib und Seele bewahrt.

 

In diesem Sinne grüße ich Sie

– auch im Namen des Pfarrgemeinde- und des Verwaltungsrats – herzlich!

Im Gebet verbunden,

Ihr Pater James